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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 4. September 2026

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für sämtliche Verträge zwischen [Rechtsform und Firma des Anbieters] (nachfolgend „Anbieter") und den Nutzer:innen (nachfolgend „Kund:in") über die Nutzung der Software-as-a-Service-Lösung „Ally" (nachfolgend „Plattform").

(2) Die Plattform richtet sich ausschließlich an Unternehmer:innen im Sinne des § 14 BGB, insbesondere an Heilpraktiker:innen, Osteopath:innen, Therapeut:innen, Coaches und Praxisinhaber:innen. Ein Vertragsschluss mit Verbraucher:innen ist ausgeschlossen.

(3) Abweichende Bedingungen der Kund:in werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung

(1) Der Anbieter stellt der Kund:in über das Internet eine cloud-basierte Software zur Verwaltung ihrer Praxis bzw. ihres Angebots zur Verfügung. Der Funktionsumfang umfasst insbesondere:

  • Online-Terminbuchung und Kalenderverwaltung
  • Klient:innen-Verwaltung
  • Erstellung und Verwaltung von Rechnungen
  • Verwaltung angebotener Leistungen (Terminarten)
  • Automatisierte Terminbestätigungen und -erinnerungen per E-Mail

(2) Die Software wird im Wege des Software-as-a-Service (SaaS) bereitgestellt. Die Kund:in erhält für die Vertragslaufzeit das nicht-ausschließliche, nicht übertragbare Recht, die Software bestimmungsgemäß zu nutzen.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform fortzuentwickeln, anzupassen und Funktionen zu ergänzen oder zu entfernen, sofern hierdurch der wesentliche Vertragszweck nicht beeinträchtigt wird.

§ 3 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein bindendes Angebot dar. Mit der Registrierung über das Anmeldeformular gibt die Kund:in ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Nutzungsvertrages ab.

(2) Der Vertrag kommt zustande, sobald der Anbieter den Zugang zur Plattform freischaltet oder den Vertragsschluss per E-Mail bestätigt.

§ 4 Beta-Phase

(1) Ally befindet sich derzeit in einer Beta-Phase. Die Plattform wird der Kund:in in diesem Zeitraum kostenfrei zur Nutzung überlassen.

(2) Während der Beta-Phase kann es zu Änderungen im Funktionsumfang, zu Einschränkungen der Verfügbarkeit sowie zu Fehlern kommen. Die Kund:in erkennt diesen Umstand ausdrücklich an.

(3) Eine Überführung in ein kostenpflichtiges Abonnement erfolgt nur, wenn die Kund:in dies ausdrücklich bestätigt. Der Anbieter wird die Kund:in rechtzeitig vor einer solchen Umstellung informieren.

(4) Über die in § 8 geregelten Haftungsbeschränkungen hinaus haftet der Anbieter während der Beta-Phase für Sach- und Vermögensschäden nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Die Haftung nach § 8 Abs. 1 (u. a. Leben, Körper, Gesundheit, Produkthaftung) bleibt unberührt.

§ 5 Vergütung und Zahlungsbedingungen

(1) Nach Beendigung der Beta-Phase richtet sich die Vergütung nach der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Preisliste, einsehbar unter https://ally-health.de/preise.

(2) Sämtliche Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

(3) Die Vergütung ist im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum (monatlich oder jährlich) zur Zahlung fällig. Die Zahlung erfolgt über die angebotenen Zahlungsmethoden (z. B. Kreditkarte, SEPA-Lastschrift).

(4) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Plattform nach vorheriger Mahnung zu sperren.

§ 6 Pflichten der Kund:in

(1) Die Kund:in ist verpflichtet, ihre Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen.

(2) Die Kund:in ist allein verantwortlich für die Inhalte, die sie in die Plattform einstellt, insbesondere für die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung personenbezogener Daten ihrer Klient:innen. Die Kund:in ist im Sinne der DSGVO Verantwortliche für diese Daten.

(3) Die Kund:in ist verpflichtet, die vom Anbieter bereitgestellten Export- und Sicherungsmöglichkeiten regelmäßig zu nutzen sowie steuerrechtlich relevante Daten entsprechend der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen außerhalb der Plattform zu archivieren.

(4) Die Kund:in stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die auf einer rechtswidrigen Nutzung der Plattform oder einer Verletzung der vorstehenden Pflichten beruhen.

§ 7 Gewährleistung

(1) Der Anbieter gewährleistet die vertraglich vereinbarte Beschaffenheit der Plattform. Eine darüber hinausgehende Beschaffenheit oder Eignung für einen bestimmten Zweck wird nicht geschuldet.

(2) Mängel der Plattform werden nach Wahl des Anbieters durch Nachbesserung oder Bereitstellung einer mangelfreien Version behoben.

(3) Vorübergehende Einschränkungen oder Unterbrechungen der Verfügbarkeit können insbesondere aufgrund technischer Wartungsarbeiten, Kapazitätsgrenzen, Störungen von Telekommunikationsnetzen oder sonstiger Ereignisse außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters auftreten und stellen keinen Mangel dar, sofern die vertragsgemäße Nutzung der Plattform nicht erheblich beeinträchtigt wird. Der Anbieter strebt hierbei eine Verfügbarkeit der Plattform von 99 % im Jahresmittel an.

(4) Die Gewährleistung entfällt, soweit Beeinträchtigungen der Plattform auf unsachgemäße Nutzung durch die Kund:in, fehlerhafte Systemumgebungen oder sonstige vom Anbieter nicht zu vertretende Umstände zurückzuführen sind.

§ 8 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer Pflicht, die wesentlich für die Erreichung des Vertragszwecks ist (Kardinalpflicht), haftet der Anbieter nur auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden und nur nach Maßgabe von Absatz (3). Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung die Kund:in regelmäßig vertrauen darf.

(3) Die Haftung nach Absatz (2) ist für Fälle leichter Fahrlässigkeit der Höhe nach auf die von der Kund:in in den letzten zwölf Monaten vor Eintritt des schadensbegründenden Ereignisses gezahlten Vergütungen begrenzt. Während der Beta-Phase (§ 4) ist die Haftung nach Absatz (2) der Höhe nach auf 100 € pro Schadensereignis begrenzt.

(4) Die verschuldensunabhängige Haftung des Anbieters auf Schadensersatz (§ 536a BGB) für bei Vertragsschluss vorhandene Mängel wird ausgeschlossen.

(5) Schadensersatzansprüche der Kund:in verjähren innerhalb von zwölf (12) Monaten ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn. Dies gilt nicht bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie bei Ansprüchen nach dem Produkthaftungsgesetz.

(6) Eine weitergehende Haftung des Anbieters besteht nicht.

(7) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Mitarbeitenden, Vertreter:innen und Organe des Anbieters.

(8) Der Anbieter haftet nicht für Ausfälle oder Störungen, die außerhalb seines Einflussbereichs liegen, insbesondere nicht für Ausfälle von Telekommunikationsnetzen, Hostingdiensten, Stromversorgung oder sonstigen Drittleistungen, es sei denn, dem Anbieter fällt ein Verschulden nach Maßgabe der Absätze (1) oder (2) zur Last.

(9) Die Haftung für Datenverlust ist auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei ordnungsgemäßer Wahrnehmung der Sicherungs- und Exportpflichten durch die Kund:in gemäß § 6 Abs. 3 entstanden wäre, es sei denn, es liegt einer der in Absatz (1) genannten Fälle vor.

§ 9 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Seiten zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums (Monat oder Jahr) gekündigt werden. Während der Beta-Phase (§ 4) kann der Vertrag von beiden Seiten jederzeit ohne Einhaltung einer Frist gekündigt werden.

(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

(3) Kündigungen können in Textform (z. B. per E-Mail an hello@ally-health.de) oder über die Account-Einstellungen in der Plattform erklärt werden.

(4) Nach Vertragsende kann die Kund:in ihre Daten innerhalb einer Frist von 30 Tagen exportieren. Anschließend werden die Daten gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

§ 10 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Soweit die Kund:in über die Plattform personenbezogene Daten ihrer Klient:innen verarbeitet, schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO. Dieser wird bei der Registrierung elektronisch geschlossen, ist Bestandteil des Nutzungsvertrages und jederzeit unter ally-health.de/avv abrufbar – inklusive Anlage 1 (technische und organisatorische Maßnahmen) und Anlage 2 (Unterauftragnehmer). Eine PDF-Ausfertigung steht im Konto unter Einstellungen → Datenschutz bereit.

§ 11 Änderungen der AGB

Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, sofern die Änderung erforderlich ist, um die Ausgewogenheit des Vertragsverhältnisses zu erhalten (z. B. bei Änderungen der Rechtslage, der höchstrichterlichen Rechtsprechung oder bei der Einführung neuer Funktionen), und die Kund:in hierdurch nicht unangemessen benachteiligt wird. Über Änderungen wird die Kund:in mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in Textform informiert. Widerspricht die Kund:in nicht innerhalb von 30 Tagen und nutzt sie die Plattform nach Inkrafttreten weiter, gelten die geänderten Bedingungen als angenommen. Auf diese Rechtsfolge wird die Kund:in in der Änderungsmitteilung gesondert hingewiesen.

§ 12 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten ist [Sitz des Anbieters], sofern die Kund:in Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.